Anne Cuneo
© Olivia Heussler

Anne Cuneo

«Sie hat mehr hervorgebracht als eine interessante Biographie, mehr als einen vielschichtigen Roman: ein literarisches Ereignis!» Tages-Anzeiger
Anne Cuneo (1936–2015), geboren in Paris kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs als Kind italienischer Eltern. Ihre Familie verlässt Frankreich 1940. Kindheit in Norditalien. Nach dem Tod ihres Vaters in den letzten Kriegstagen, lebt sie mehrere Jahre in katholischen Waisenheimen und Internaten in Italien und später in Lausanne in der Schweiz, wo sie die französische Sprache lernen und sich in die neue Umgebung einleben muss. Nach dieser schwierigen Zeit verbringt sie ein Jahr in England, in Plymouth und London, und entdeckt die angelsächsische Kultur. Sehr viel später schöpft sie aus der Erinnerung an diesen wichtigen Lebensabschnitt für ihren Roman «Station Victoria» (1989). Zurück in Lausanne arbeitet sie zunächst als Telefonistin und Sekretärin, studiert anschliessend an der Universität Lausanne Geschichte, Englisch und Italienisch, arbeitet in der Werbung, unterrichtet Sprachen und reist quer durch Europa.

Sie beschäftigte sich mit nahezu allen Möglichkeiten der Literatur, mit Journalismus und Übersetzungen. Ihr Werk, sehr oft autobiographisch, ist geprägt von der Auseinandersetzung mit aktuellen Strömungen. Sie bewunderte Breton, den Surrealismus, die Tradition der grossen amerikanischen Romane, und hat versucht all ihre Vorlieben in ihr Werk einzubringen. Beispiele für ihre ästhetischen Neigungen werden sichtbar in «Gravé au Diamant», «Mortelle  Maladie», «Passage des Panoramas», «Hotel Venus». In «La Vermine» ist sie Fürsprecherin für Menschen, die am Rande leben, und mit ihrer Autobiographie «Portrait der Autorin als gewöhnlicher Frau» führt sie die Welt der Emigranten in die schweizer Literatur ein. Sie schildert den Einbruch einer Krankheit in «Eine Messerspitze Blau», nachdem sie eine schwere Krebserkrankung überwunden hatte. Als Essayistin zeichnete sie die Welt des Theaters und des Films, der sie sich verbunden fühlte: «Le Piano du Pauvre», «La Machine fantaisie», «Le Monde des Forains», «Benno Besson et Hamlet».

Nachdem sie während mehrerer Jahre vor allem für Theaterproduktionen gearbeitet und eigene und fremde Theaterstücke inszeniert und produziert hatte, beschäftigte sie sich später wiederum mit Literatur. Dabei stand ihre Biographie nicht mehr im Mittelpunkt des Schreibens. Sie fügte allerdings hinzu: «Ich empfinde, das, was ich erzähle immer noch als autobiographisch, allerdings vertieft und stärker verarbeitet, möglicherweise auch weniger anekdotisch geschildert.»

Ihre Hauptfiguren, mit denen sie sich zutiefst verbunden fühlte, drücken sich immer in der Ich-Form aus, zum Beispiel Francis Tregian in ihrem letzten Roman «Der Lauf des Flusses». Durch Francis Tregian erleben wir das Europa zu Beginn des 17. Jahrhunderts, die gekrönten Häupter, die Wirren und Kriege, die Künstler und die einfachen Menschen, aber auch die Ursprünge unserer Kultur.

Eine Messerspitze Blau. Chronik einer Ablation, 1982

Portrait der Autorin als gewöhnlicher Frau: Vor Tau und Tag, 1983

Hotel Venus, 1984

Portrait der Autorin als gewöhnlicher Frau: Die Zeit der weissen Wölfe, 1985

Station Victoria, 1991

Der Lauf des Flusses. Das Leben und die Abenteuer des Francis Tregian, Edelmann und Musiker, 1995

Dark Lady. Ein Roman um Shakespeares grosse Liebe, 1998

Herz aus Eisen. Der erste Fall der Marie Machiavelli, 2000

Vergessen ist Gold. Der zweite Fall der Marie Machiavelli, 2001

Lisas Lächeln. Marie Machiavellis dritter Fall, 2003

Garamonds Lehrmeister. Antoine Augereau, Schriftschneider, Drucker, Verleger, Buchhändler, 2004

Hotel Herzschlag. Ein Doping-Fall für Marie Machiavelli, 2007

Anne Cuneo im Limmat Verlag

Ländlicher Schmerz

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Kindheit in der Schweiz. Erinnerungen

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Ländlicher Schmerz

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Der literarische Blick

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TatortSchweiz 2

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Hotel Herzschlag

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Garamonds Lehrmeister

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Lisas Lächeln

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Vergessen ist Gold

Vergessen ist Gold

Herz aus Eisen

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Dark Lady

Dark Lady

Der Lauf des Flusses

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Station Victoria

Station Victoria

Welt-Geschichten

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Porträt der Autorin als gewöhnlicher Frau: Die Zeit der weissen Wölfe

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Hotel Venus

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Portrait der Autorin als gewöhnlicher Frau: Vor Tau und Tag

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Eine Messerspitze Blau

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