Fenster / Finestre
Elena Spoerl-Vögtli

Fenster / Finestre

Gedichte italienisch und deutsch

Übersetzt von Janine Zumstein / Mit einem Nachwort von Anna Felder

184 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Dezember 2014
SFr. 38.–, 38.– €
sofort lieferbar
978-3-85791-756-1

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«Fenster»: Jedes der Gedichte Elena Spoerls ist ein Fenster. Sie öffnen sich auf Landschaften und Lebensabschnitte so vielfältig wie das Meer mit seinen Stränden und Spuren von Füssen und Gedanken, Flughäfen voller Niemand, Peripherien, Gärten aus Plastik und Blech, der heilige Wald. Sie öffnen sich nach innen, auf Gefühlslandschaften, Erinnerungen, Schatten, Beleidigungen, Wünsche. Siebenundsiebzig Mal geht in diesem Band ein poetisches Fenster auf, ein jedes gibt den Blick frei auf etwas, was das menschliche Leben ausmacht. Denn ob es von einer Spinne handelt, einem Fasan, dem Meer oder einem Fluss, vom Wind oder vom Flughafen, von Orestes oder einem Fischer: Elena Spoerl ruft ein Moment der Conditio Humana auf, Augenblicke der Wehmut, des Schmerzes, der Vergeblichkeit oder der Hartnäckigkeit und immer wieder der Zerbrechlichkeit dessen, was das Leben erst ausmacht.

Elena Spoerl-Vögtli
© Limmat Verlag

Elena Spoerl-Vögtli

Elena Spoerl-Vögtli, geboren 1952 in Bellinzona, lebt in Lugano, Redaktorin bei der Tageszeitung «laRegioneTicino», zuvor Direktionssekretärin bei der kantonalen Sozialpsychiatrie des Kantons Tessin sowie Kommunikationsverantwortliche für die «Fonoteca nazionale» und für «Memoriav». Veröffentlichte bisher drei Lyrikbände und Erzählungen. Sie erhielt mehrere italienische Literaturpreise.

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Janine Zumstein
© AdS, M.F.Schorro

Janine Zumstein

Janine Zumstein, geboren 1980 in Bern, absolvierte die Ausbildung am Institut für Übersetzen und Dolmetschen in Zürich. Sie arbeitete als Übersetzerin bei einem Abholgrosshändler, bevor sie italienische und deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bern studierte. Nach dem Abschluss machte sie ein Praktikum im Zentrum Robert Walser und arbeitet heute als Korrektorin und Lektorin.

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Anna Felder
© Limmat Verlag

Anna Felder

Anna Felder, geboren 1937 in Lugano, Literaturstudium in Zürich und Paris, Promotion über Eugenio Montale, danach Tätigkeit als Italienischlehrerin und Schriftstellerin. Lebt in Aarau und Lugano. 1998 Schillerpreis für das Gesamtwerk und 2004 den Aargauer Literaturpreis.

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Gedicht, italiensich und deutsch

 

Uliveto

 

 

Olivenhain

Ulivi a perdita d'occhio

filari su e giù per le colline

legnoso esercito di corpi

contorti, tenaci radici

nella terra rugginosa, rapaci

sgrinfie dentro solchi arati

 

e foglie d'argento offerte al vento.

 

Olivenbäume so weit das Auge reicht

Reihen hügelan hügelab

ein hölzernes Heer

von verschlungenen Körpern, zähe Wurzeln

in rostiger Erde, gierige Klauen

in tiefen Furchen

 

und dem Wind dargebotene, silbrige Blätter.

Literatur und Kunst, Februar 2015
P.S. Zeitung, 03. Juli 2015

 

 

 


«Die poetischen Texte präsentieren sich in vier thematischen Kapiteln ‹drinnen, draussen, Meer, Schnee›, was sie verbindet, ist ein stets aufmerksamer, emphatischer Blick, der eine rege Lust am Erforschen und Beobachten erkennen lässt.» Literatur und Kunst

«Elena Spoerl-Vögtli beschreibt, was sie sieht, erlebt, imaginiert in einer präzisen Sprache.» P.S. Zeitung

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