Die Schwabengängerin
Regina Lampert

Die Schwabengängerin

Erinnerungen einer jungen Magd aus Vorarlberg 1864-1874

Herausgegeben von Bernhard Tschofen

Das volkskundliche Taschenbuch [9]

440 Seiten, gebunden, 28 Abbildungen
7. Aufl., Februar 2010
SFr. 38.50, 38.50 €
sofort lieferbar
978-3-85791-604-5

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Regina Lampert, 1854 im vorarlbergischen Schnifis als Kind armer Leute geboren und 1942 in Zürich gestorben, begann 1929 als über Siebzigjährige, ihre Jugenderinnerungen niederzuschreiben: Sie erlebt als «Schwabengängerin» und Dienstbotin das dörfliche Schnifis, die bittere Realität auf einem Gut in Oberschwaben und die städtische Betriebsamkeit im kleinbürgerlichen Feldkirch. Mit unvergleichlicher Fabulierlust und Beobachtungsgabe und der Fähigkeit, Stimmungen wiederzugeben, beschreibt sie die Freuden und Leiden des Alltags in einer sich rasch modernisierenden Gesellschaft. Ein dichter Text in einem eigenwilligen und authentischen Duktus und mit bestechenden erzählerischen Qualitäten, eine Entwicklungsgeschichte aus dem kleinbäuerlichen Milieu.

Regina Lampert
© Limmat Verlag

Regina Lampert

Regina Lampert, 1854 im voralbergischen Schnifis als Kind armer Leute geboren und 1942 in Zürich gestorben, begann 1929 als über Siebzigjährige ihre Jugenderinnerungen niederzuschreiben. Im Lauf von fünf Jahren füllte sie neuen Schreibhefte: ein dichter Text in einem eigenwilligen und authentischen Duktus und mit bestechenden erzählerischen Qualitäten, eine Entwicklungsgeschichte aus dem kleinbäuerlichen Milieu.

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«Regina Lamperts ‹Schwabengängerin› bietet eine interessante und spannende Lektüre. Das Buch korrigiert allzu naive Projektionen vom einfachen bäuerlichen Leben früherer Zeiten, wobei aber auch so manche erstaunliche Sitten und Verhältnisse dem Leser vor Augen geführt werden. Zudem mag es das aktuelle Phänomen der Arbeitsemigration in einem etwas anderen Licht erscheinen lassen. Liebevoll herausgegeben und sorgfältig kommentiert, reiht es sich in jenen volkskundlichen Trend der Literatur ein, der unter den aktuellen Strömungen wohl einer der angenehmsten ist.» Deutsche Welle, Köln

«Der normale Lebenslauf eines Kindes im 19. Jahrhundert: Sechstagewoche mit zwölf Stunden Arbeit täglich, tyrannische Bäuerinnen und eine entwickelte Jugendkultur rund um den Schuhplattler. Regina Lampert hat all das als alte Frau aufgeschrieben, anschaulich und spannend. Ein sozialgeschichtliches Dokument erster Güte, ein Zeugnis extremer Belastung wie Belastbarkeit.» Frankfurter Allgemeine Zeitung

«Was aber dieses Buch weit über den Wert eines Dokumentes hinaushebt, sind Regina Lamperts Qualitäten als Erzählerin ... Sie hat kein ‹volkskundliches Taschenbuch› verfasst, sie hat ein grosses und lebendiges Buch geschrieben, das die Zeit unserer Grossväter und Grossmütter aufleuchten lässt wie einen Regenbogen vor düsteren Wolken.» Die Presse, Wien

«Mit unvergleichlicher Beobachtungsgabe und der Fähigkeit, Stimmungen wiederzugeben, beschreibt Regina Lampert den Alltag in einer sich rasch modernisierenden Gesellschaft.» Tiroler Chronist

«Hochinteressanter Lesestoff und ein wichtiger Beitrag zur Erforschung der Geschichte unserer Heimat.» Neue Vorarlberger Tageszeitung, Bregenz

«Spannende Lektüre, das Buch korrigiert allzu naive Projektionen vom einfachen bäuerlichen Leben früherer Zeiten, wobei aber auch so manche erstaunliche Sitten und Verhältnisse dem Leser vor Augen geführt werden. Zudem mag es das aktuelle Phänomen der Arbeitsemigration in einem etwas anderen Licht erscheinen lassen.» Deutsche Welle, Köln

«Regina Lamperts Jugenderinnerungen, die im übrigen weit über ihre Schwabenlandjahre hinausgehen, sind nicht mit dem Anspruch, Literatur zu schaffen, geschrieben worden. Dennoch und gerade deshalb konfrontiert sie uns mit einer bisher nicht gekannten Perspektive.» Kultur, Dornbirn

«Autobiographische Zeugnisse von Schwabenkindern, die in die Zeit vor 1900 zurückgehen, sind selten. Umso grösser ist ihr Wert. Die Ereignisse, über die Regina Lampert als Frau von 75 Jahren berichtete, lagen bereits sechzig und mehr Jahre zurück, dennoch wirken ihre Schilderungen ausgesprochen lebendig.» St. Galler Tagblatt

«Viel mehr als erinnerte Alltagsgeschichte, ein Glanzstück munterer Erzählkunst, in mehrfacher Hinsicht ein Glücksfall!» Tages-Anzeiger, Zürich

«Ein Buch vonmehr als regionales Bedeutung. Es zeigt die Widersprüche zwischen einer sich rasch industrialisierenden Gesellschaft unten im Tal und dem aussichtslosen Versuch, die Lebensformen eiener traditionellen klein- und halbbäuerlichen Welt zu verteidigen, in der man auf die ‹Fabrikler› noch mit Verachtung herabsah. Am Fragment dieser Autobiographie wird so etwas von der ‹Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen› fassbar, vom Nebeneinander verschiedener Zeiten und Lebenswelten, welche diese frühe ‹saisonale Arbeitsmigrantin› auf ihren Wegen durchquert hat.» Der Landbote, Winterthur

«Wer sich mit der Geschichte der Schwabenkinder befasst, sollte unbedingt auch deses Werk kennen, das durch sein Zeitkolorit und seine ganz andere Sichtweise - von innen her - besticht. Für alle volkskundlich interessierten Leser bietet es einen prächtigen Einblick in einen Alltag vor ca. 120 Jahren» Augsburger Volkskundliche Nachrichten
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