Damals in Monstein
Paul Thürer

Damals in Monstein

Wie ein Bündner Bauernbub zum "Skipfarrer" wurde. Erinnerungen 1887-1906

Herausgegeben von Andrea Mittelholzer, Thomas Gadmer

Das volkskundliche Taschenbuch [41]

290 Seiten, gebunden, 48 Fotos
1. Aufl., November 2005
SFr. 34.–, 22.– €
vergriffen
978-3-85791-492-8

Schlagworte

Graubünden
     

Paul Thürer wächst als Bauernsohn vor den Toren Churs auf. Kindheit und Jugend oszillieren zwischen dem bäuerlichen Alltag und dem kleinstädtischen Leben in der Kantonshauptstadt, wo er die Schulen besucht. Dank der Fürsprache seines Religionslehrers am Gymnasium darf Thürer reformierte Theologie studieren. Das Studium führt ihn an die Universitäten der Städte Basel, Heidelberg, Berlin, Zürich und Florenz, wobei ihn eine unglückliche Liebe immer wieder ins Engadin zieht. 1904 tritt er im hoch gelegenen Bündner Bergdorf Monstein seine erste Pfarrstelle an.

Realistisch beschreibt er Eigenart und Dasein der Bauern, ohne das Dorfleben zu verklären:
Zu hart sind die langen Winter, zu ungetrübt sein Einblick in Not und Kargheit des Alltags.
Bald ist er wieder verliebt. Seine oft halsbrecherischen Wanderungen zur lebenslustigen Wirtstochter in Filisur lassen sich bald nicht mehr vor den Einheimischen verheimlichen. Im Jahre 1906 heiratet er Nina Accola. Ins kollektive Gedächtnis eingegangen ist er als Skipfarrer von Monstein», der den Skiunterricht in der Schule eingeführt hat.

Paul Thürer
© Limmat Verlag

Paul Thürer

Paul Thürer wächst als Bauernsohn vor den Toren Churs auf. Kindheit und Jugend oszillieren zwischen dem bäuerlichen Alltag und dem kleinstädtischen Leben in der Kantonshauptstadt, wo er die Schulen besucht. Dank der Fürsprache seines Religionslehrers am Gymnasium darf Thürer reformierte Theologie studieren. Das Studium führt ihn an die Universitäten der Städte Basel, Heidelberg, Berlin, Zürich und Florenz, wobei ihn eine unglückliche Liebe immer wieder ins Engadin zieht.

1904 tritt er im hoch gelegenen Bündner Bergdorf Monstein seine erste Pfarrstelle an. Realistisch beschreibt er Eigenart und Dasein der Bauern, ohne das Dorfleben zu verklären: Zu hart sind die langen Winter, zu ungetrübt sein Einblick in Not und Kargheit des Alltags.

Bald ist er wieder verliebt. Seine oft halsbrecherischen Wanderungen zur lebenslustigen Wirtstochter in Filisur lassen sich bald nicht mehr vor den Einheimischen verheimlichen. Im Jahre 1906 heiratet er Nina Accola. Ins kollektive Gedächtnis eingegangen ist er als «Skipfarrer von Monstein», der den Skiunterricht in der Schule eingeführt hat.

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Einleitung

Zur Biografie Paul Thürers (1878–1967)  9   
Das Manuskript  13
Zur Textauswahl  16
Editionsprinzipien  16
Dank  17

I. Eine Kindheit in Chur 1878–1893

Jugend in «wilder Freiheit»  19         
Sommerferien auf Valtana  22
«Du wirst gewiss einmal ein Pfarrer»  28
Der Haggenmann  30
Ein Brief geht nach Amerika  30
Alltag in Valtana  31
Von Trimmiser Raufbolden und Dämonen  36
Auf der Gaisweid  39
Bündner Jahrmärkte  47
Churer Alpfahrten  51
Hirtendasein  54
Gute Nachbarschaft  62
Felsberg und die Krüzlifresser von Ems  64
Kirchliche Festzeiten  67
«Comédie humaine» auf der Landstrasse  70
Das alte Chur  74
Churer Stadtoriginale  79
Ein kleiner, schüchterner Bauernbub  82
Schülerrabauke und Schokolade  85
Auf der Sekundarschule  88

II. Kantonsschulzeit 1893–1900

«Die grosse Wende in meinem Leben»  91
Uschi mit den Chriesi‑Augen  94
Der politisch interessierte Gymnasiast  97
Die Calvenfeier von 1899  102
Was ist Alkalimetrie?  104
Bergeller Tage  106
Die Bibliothek von Silvia Andrea  112
Letzter Abend im Jahre 1899  113
Matura in der Einzelzelle  115
Professorenköpfe  117
Eintritt in die Zofingia B Niedergang der Sektion Rätia  122
Hokuspokus am Waldrand  124
Erste Liebschaft  125
Wenig Zeit für schöne Literatur  127
Zur Kur in Tschiertschen  128
 

III. Studienzeit 1900–1904

«Das herrliche Engadin mit seinen verschneiten Bergen» und eine unglückliche Liebe in Pontresina  131
Die Versuchung  144
Studentenleben  145
Republikanisches und Süsses in Berlin  148
Die Spaltung der Zofingia Zürich 1903  151
Tod eines Couleurstudenten  153
Firenze la bella, la città dei fiori!  154
Am Hungertuch der Waldenser  157

IV. Pfarrer in Monstein 1904–1906

Erster Besuch in Monstein 160
Examen vor versammelter Pfarrerschaft  168
Ankunft in Monstein  175
Kühne Pfade der Liebe  179
Hengertreisen  186
Flucht vor häuslichem Leid  187
Pfarrherrlicher Alltag  193
Die erste Bestattung  198
Rückbesinnung am Altjahrabend  200
Ein langer Winter  201
Der Skipfarrer  206
Elterliche Brautschau  210
Die beste Frau Pfarrer  218
Davoser Landsgemeinde (*Bsatzig+)  222
Frühsommer in Monstein  224
Monsteiner Kurgäste  236
Furchtlos an Abgründen vorbei  238
Ehegeschichten  240
Eine unbeschreiblich schöne Aussicht  244
Das ersehnte Amen  246
«Gott ist den Liebenden gnädig»  252
Altjahrsbrauchtum  257
Und immer wieder predigen  258
Pfarrherrlicher Skipionier  260
Gewagte Skitour ins winterliche Hochgebirge  264
Einerlei und Vielerlei des Dorflebens  271
Bauernnöte am Wirtstisch  275
Erfüllung  278

Sachregister  287
Ortsregister  288

P.S., 1. Dezember 2005
Walservereinigung, Mitteilungen Herbst 2005
Ründner Zeitung, 29. Dezember 2006
Klosterer Zeitung, 26. Januar 2006
Terra Grischuna 3/2006
Mittelland Zeitung, 4. März 2006
Die Südostschweiz, 11. März 2006
Davoser Zeitung, 14. März 2006
NZZ am Sonntag, 14. Mai 2006
Schanfigger Zeitung, 29. Juni 2007

«Ein so aufschlussreicher wie vergnüglicher Bericht. Was ihn so wertvoll macht, ist die Verbindung von Anschaulichkeit, durchs Tagebuch gestützter Detailtreue und einem warmen, sonnigen Humor.» NZZ am Sonntag

«Thürers Schilderungen sind lebendig und humorvoll, eingestreute umgangssprachliche Begriffe unterstützen dabei die Authentizität. Eindrücklich ist auch die Vielzahl enthaltener Fotos und Postkarten aus der Gegend in jener Zeit. Die zahlreichen Abbildungen im Schnee zeugen von den langen Wintern, die so grimmig kalt waren, ‹dass die Vögel in der Luft erfroren›.» P.S.

«Thürer schöpft aus einem riesigen Erfahrungsschatz. Man merkt, dass er seinen Gegenstand kennt. Und so breitet sich über diese spannenden und nie verklärenden Geschichten eine Kulturgeschichte der Peripherie aus.» Mittelland Zeitung

«Im Geist mit Paul Thürer bei jeder Witterung durch Mittelbünden zu streifen, zur Zeit des Bahnbaus, ist in jeder Beziehung anregend.» Klosterer Zeitung

«Eindrücklich.» Südostschweiz

«Thürers Aufzeichnungen, die im Übrigen trefflich illustriert wurden, sind nicht nur von einem ganz besonderen dokumentarischen Wert, sie bilden vor allem auch eine oft amüsante, aber niemals langweilige Lektüre.» Terra Grischuna
Captcha

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