Grazie a voi.

Grazie a voi.

Ricordi e Stima – Fotografien zur italienischen Migration in der Schweiz

Herausgegeben von Marina Widmer, Giuliano Alghisi, Rolando Ferrarese, Fausto Tisato

240 Seiten, Fadenheftung, gebunden, 372 Fotos Duplex und vierfarbig
Text Deutsch und Italienisch
Dezember 2016
SFr. 54.–, 58.– €
sofort lieferbar
978-3-85791-819-3

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«Meisterhaft.» Sonntagszeitung

Von Integration sprach niemand, als die Italienerinnen und Italiener während des Nachkriegsaufschwungs in die Schweiz kamen, die Schweiz erwartete von ihnen Assimilation. Dabei sahen sie sich mit einer erheblichen Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Als Antwort auf die geschlossene schweizerische Gesellschaft gründeten sie ihre eigenen Vereine für Sport und Freizeit, organisierten kulturelle Anlässe sowie Feste und eröffneten eigene Schulen und Kindertagesstätten. Sie schufen sich ihre eigene Welt und veränderten von dort aus sich und die Schweiz.

«Grazie a voi.» zeigt Fotografien aus dem Leben dieser italienischen Migranten, und zwar ihre eigenen Bilder: Fotografien von Familien und Einzelpersonen und von Fotografen, die an offiziellen Anlässen und Festen der italienischen Gemeinschaft aufgenommen wurden. Sie erzählen von Alltag und Familie, Bildung und Politik, von Freizeit, ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen, Feiern und Eleganz.

Das Buch zeigt so in vorwiegend privaten, manchmal intimen Bildern ein Kapitel italienischer Migration in der Schweiz und ist darin gleichzeitig ein politisches Lehrstück.

Marina Widmer
© Augustin Saleem

Marina Widmer

Marina Widmer, geboren 1956, Soziologin. Geschäftsleitung des Archivs für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz. Mitherausgeberin von «Blütenweiss bis rabenschwarz. St. Galler Frauen. 200 Porträts» (Limmat Verlag) und der Monografie zu Elisabeth Gerter, «Nicht die Welt, die ich gemeint». Lebt und arbeitet in St. Gallen.

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Fotografia dell’Emigrazione Italiana dopo la Seconda Guerra Mondiale


Gli Italiani hanno coniato la Svizzera moderna. Il libro si occupa del periodo di tempo, dalla Seconda Guerra Mondiale agli anni ’80, quando gli italiani e le italiane, chiamati dalla Svizzera, sono venuti qui di propria iniziativa ed hanno contribuito decisivamente allo sviluppo di questo Paese. Tuttavia è piuttosto una coesistenza, congiunta al rifiuto e all’ostilità, quella che contraddistingue il rapporto tra italiani e svizzeri nel Secondo Dopoguerra. La pubblica opinione svizzera percepisce ap pena il mondo parallelo in cui vivono molti italiani e italiane.

Con questo libro si mostra la ricchezza della vita sociale che la comunità italiana è riuscita a condurre in quegli anni. Il libro si basa su fotografie messo a disposizione da famiglie e singole persone e su immagini

e fotografie di avvenimenti e feste della comunità italiana. Quelle che qui vediamo, sono le fotografie di italiane e italiani proprie della loro storia. Troviamo due tipi di fotografie: quelle che servono alla me moria familiare, in cui l’estetica è piuttosto secondaria, e quelle con carattere documentaristico, in cui la tecnica e l’estetica sono in primo piano. Salvo poche eccezioni, abbiamo rinunciato a materiale fotografico già conosciuto.

Il piano della scelta include i seguenti settori della vita delle italiane e degli italiani: vivere prima della migrazione, lavoro, quotidianità/famiglia, tempo libero, volontariato nelle associazioni, eleganza, istruzione e politica. Nella scelta delle fotografie sono stati considerati la narrazione, l’estetica ed il significato che va oltre al familiare dell’immagine. Di molte fotografie, l’autore è rimasto sconosciuto. La storia delle italiane e degli italiani in Svizzera non è ancora scritta fino in fondo. Questo libro ne è un ulteriore contributo.

Fotografien zur italienischen Emigration nach dem Zweiten Weltkrieg in der Schweiz

Die Italienerinnen und Italiener haben die Schweiz geprägt. Wir sehen in diesem Fotoband den Zeitraum nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre. Gezeigt wird das reiche gesellschaftliche Leben der italienischen Gemeinschaften. Die Italienerinnen und Italiener werden

nach 1945 von der Schweiz angeworben oder kommen aus Eigeninitiative hierher um zu arbeiten und haben massgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Schweiz beigetragen. Trotzdem ist es eher ein Nebeneinander, verbunden mit Abwehr und Fremdenfeindlichkeit der schweizerischen Bevölkerung, das das Verhältnis zu den Italienerinnen und Italienern bis in die 1980er Jahre kennzeichnet. Die Parallelwelt, in der viele Italienerinnen und Italiener leben, nimmt die schweizerische Öffentlichkeit kaum wahr.

Das Buch zeigt Fotografien, die Familien und inzelpersonen zur Verfügung stellten und Bilder von Fotografen, die an offiziellen Anlässen und Festen der italienischen Gemeinschaft aufgenommen wurden. Es sind die eigenen Bilder der Italienerinnen und Italiener zu ihrer Geschichte. Es gibt zwei Arten von Fotografien, zum einen solche, die der familiären Erinnerung dienen. Bei diesen ist das Ästhetische eher zweitrangig. Die Bilder der Fotografen haben dokumentarischem Charakter, da stehen Technik und Ästhetik im Vordergrund. Verzichtet wurde mit wenigen Ausnahmen auf bereits bekanntes fotomaterial. Die Auswahl richtete sich einerseits nach dem Konzept, das folgende Bereiche des Lebens der Italienerinnen und Italiener einbezieht: Leben vor der Migration, Arbeit, Alltag/die Familie, Freizeit, ehrenamtliche Tätigkeit in den Vereinen, Eleganz, Bildung und Politik. Andererseits ist bei der Auswahl der Fotografien das Erzählerische, das Ästhetische und das, was über das Familiäre eines Bildes hinaus geht, wichtig gewesen.

Bei vielen dieser Fotografien bleibt offen, wer sie gemacht hat. Die Geschichte der Italienerinnen und Italiener in der Schweiz ist noch nicht fertig geschrieben. Mit diesem Buch kommt ein weiterer Beitrag dazu.

Sonntagszeitung, 25. Dezember 2016
Ostschweizer Kulturmagazin, 22. Dezember 2016
active live, 2. Februar 2017
Südkurier, 13. Januar 2017
Schweiz am Sonntag, 1 Januar 2017
Sozialarchiv, 10. Januar 2017
Appenzeller Volksfreund, 19. Januar 2017
NZZ am Sonntag, 29. Januar 2017
Programmzeitung, Februar 2017
Grosseltern Magazin, Februar 2017
Tessiner Zeitung, 3. Februar 2017
Luzerner Rundschau, 10. Februar 2017
Work Zeitung, 31. März 2017


«‹Grazie a voi› macht klar: die Italienerinnen und Italiener haben nicht nur unsere Strassen und
Tunnel gebaut, unsere Fabriken am Laufen gehalten, sie haben auch geliebt, geträumt, gestritten und gelacht. Und damit die Schweiz verändert» Work Zeitung

«Die gesammelten Schnappschüsse strahlen eine anrührende Authentizität aus. Meisterhaft.»  Sonntagszeitung

«Das im Limmatverlag erschienene Fotobuch ‹Grazie a voi› würdigt nun die Migration der Italienerinnen und Italiener und ihren Einfluss auf das Leben in den Städten und Dörfern der Schweiz.»  Schweiz am Sonntag

«Was die Schweiz den Eingewanderten aus Italien verdankt, bringt der Bildband ‹Grazie a voi› wunderbar zum Ausdruck.»  Programmzeitung

«Der Band versammelt Fotografien aus der Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre; viele stammen aus privaten Alben und geben Einblick in ein reiches und beschwerliches Kapitel Schweizer Geschichte.»  NZZ am Sonntag

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