Widerworte
Mariella Mehr

Widerworte

Geschichten, Gedichte, Reden, Reportagen

Herausgegeben von Nina Debrunner, Christa Baumberger / Mit Texten von Anna Ruchat, Melinda Nadj Abonji, Martin Zingg, Beate Eder-Jordan, Fredi Lerch

340 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, etwa 50 Fotos und Abbildungen s/w und farbig
ersch. November 2017
Ca. SFr. 36.–, 36.– €
978-3-85791-834-6

So streitbar, angriffig und zugleich sprachsensibel ist kaum eine andere Schweizer Autorin. Als Journalistin beteiligte sich Mariella Mehr massgeblich an der Aufarbeitung der Pro­-Juventute­-Aktion «Kinder der Landstrasse», als Jenische kämpfte sie für die Anliegen der Fahrenden und als Repor­terin und Schriftstellerin beleuchtete sie vor allem die Rän­der der Gesellschaft. Ihre Texte beschäftigen sich mit Ge­walt in all ihren Ausprägungen. Sie zeugen von einer ganz eigenen Sprachkraft.

Anlässlich ihres 70. Geburtsta­ges bietet der Band erstmals einen Überblick über Mariella Mehrs literarisches und journalistisches Schaffen. Das von Christa Baumberger und Nina Debrunner heraus-gegebene Buch versammelt zum Teil unveröffentlichte Kurzprosa, publizistische Texte und Gedichte von Mariella Mehr sowie Essays ausgewählter Autorinnen, Literaturwissenschaftle­rinnen und Kritiker.

Die Autorin wird in all ihren Facetten sichtbar: als streitbare Publizistin ebenso wie als sensible Literatin mit einem feinen Gespür für sprachliche Zwischentöne.

Mariella Mehr

Mariella Mehr

1947 in Zürich geboren, wurde als jeni­sches Kind früh von der Mutter getrennt und wuchs in Heimen, bei Pflegeeltern, in Erziehungsanstalten auf, als ein Opfer des so genannten «Hilfswerks für die Kinder der Landstrasse». Sie wurde mit der Ehrendoktorwürde der Universität Basel für ihr publizistisches Engagement für unterdrückte Minderheiten ausgezeich­net. Zudem erhielt sie mehrere Auszeich­nungen, unter anderem den Pro-Litteris-Preis für ihr literarisches Lebenswerk und den Bündner Literaturpreis.

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Nina Debrunner

Nina Debrunner

Nina Debrunner, geboren in Zürich, ist Literatur­ und Musikwissenschaftlerin und hat das Archiv von Mariella Mehr im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern erschlossen. Redaktorin und Mitautorin beim «Theaterlexikon der Schweiz» und bei «Einstein & Co. – Nobelpreisträger in Zürich». Sie schreibt für diverse Konzertveranstalter, ist Dra­maturgin beim Engadin Festival, arbeitet als Regie­assistentin und unterrichtet Deutsche Literatur an Mittel­ und Fachhochschulen.

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Christa Baumberger
© Daniel Desborough

Christa Baumberger

Geboren 1974, ist Literaturwissen­schaftlerin, Kulturpublizistin und Kuratorin von Mariella
Mehrs Archiv im Schweizerischen Literaturarchiv, Bern. Sie hat 2016 die vielbeachtete Ausstellung «Friedrich Glauser – Ce n’est pas très beau» im Strauhof Zürich kuratiert und ist Mitherausgeberin von Emmy Hennings’ Prosawerk. Publika­tionen zu Dada und Avantgarde («Emmy Hennings Dada» und «Dada. Performance & Program­me») und zur Gegenwartslite­ratur. Sie lebt mit ihrer Familie
in Zürich.

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Wann Was Wo
30. Nov. 17
19:30 Uhr
Ein Abend für Mariella Mehr
Musikalische Performance, Lesung und Gespräch
Museumsgesellschaft und Literaturhaus
8001 Zürich
 
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