So weit die Stimme reicht / A portée de la voix
Pierre Chappuis

So weit die Stimme reicht / A portée de la voix

Gedichte und zwölf Aufzeichnungen, französisch und deutsch

Herausgegeben und übersetzt von Felix Philipp Ingold

152 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Dezember 2017
SFr. 38.–, 38.– €
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978-3-85791-827-8

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Pierre Chappuis – erstmals in deutscher Sprache

Pierre Chappuis ist ein Dichter der Natur. Durch sein ausserordentliches Gespür und die Unverwechselbarkeit seiner Poesie bringt er sie so einfühlsam zur Sprache, als hätte sie selbst das «Wort» ergriffen, um ihre Ödnis und Pracht, ihre Grausamkeit und Sanftmut, ihre Beharrlichkeit und ihren Wandel sprachlich zu offenbaren.

Die Natur hat bei Chappuis kein idyllisches und auch kein dramatisches oder exotisches Gepräge, sie erscheint zumeist in vordergründiger Unscheinbarkeit mit Feldern und Wäldern, Gewässern und Hügeln, Felsen und Pfaden, eine in sich ruhende, weitgehend unbeschädigte Welt, die freilich durch jäh klaffende Abgründe oder durch zivilisatorischen Lärm aus der Ferne – Autobahn, Eisenbahn, Fabrik – bisweilen auch bedrohliche Komponenten erkennen lässt.

«So weit die Stimme reicht / À portée de la voix» versammelt in sich all die Themen, Motive und Verfahren, die der Autor im Verlauf vieler Jahrzehnte immer wieder aufgegriffen und dabei laufend differenziert und fortentwickelt hat.

Pierre Chappuis
© Yvonne Böhler

Pierre Chappuis

Pierre Chappuis, geboren 1930 in Tavannes (Berner Jura), hat während Jahrzehnten in Neuchâtel (wo er noch heute ansässig ist) als Lehrer für französische Sprache und Literatur gearbeitet. Als Dichter ist er erst ab 1969 in Erscheinung getreten, zunächst ohne merkliche Resonanz, bis er um 1990 im Verlag José Corti in Paris zum Hausautor avancierte. Seither hat er dort in regelmässigem Wechsel seine schmalen Lyrik- und Essaybände vorgelegt, die inzwischen, weit über die Schweiz hinaus, zu den grossen Errungenschaften zeitgenössischer Poesie und Poetik zu zählen sind.

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Felix Philipp Ingold
© Yvonne Böhler

Felix Philipp Ingold

Felix Philipp Ingold, geboren 1942 in Basel, ist ein Schweizer Slawist, Kulturpublizist, Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber sowie emeritierter Ordinarius für die Kultur- und Sozialgeschichte Russlands an der Universität St. Gallen. Neben seinem eigenem grossen literarischen Werk (Romane, Gedichte, Erzählungen) hat er schon mehrfach Gedichtwerke aus dem Französischen übersetzt (Edmond Jabès, René Char, Benjamin Fondane, Paul Eluard, Guillaume Apolinaire u. a. m.).

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Neue Züricher Zeitung, 23. Januar 2018
Fixpoetry, 23. Februar 2018
Signaturen-Magazin, März 2018
P.S. Zeitung, 29. Juni 2018


«Lakonisch nüchtern schildert Chappuis die Nacht-und Tagseiten des Daseins und der Welt, ‹gleichermassen dem Schmerz und dem Vergnügen zugewandt›, wie es in einer der Aufzeichnungen heisst. Er bringt alles mit geringster Anstrengung vors Auge, um es sodann in unerhörte Musik zu verwandeln, die wiederum die Gegensätze in sich versammelt. Die Melancholie der Vergeblichkeit ist das eine, die unbändige Lust am schöpferischem Bild das andere, beide halten sich hier die Waage.»  Neue Züricher Zeitung

«Die Gedichte sind von einer kühlen, wohlüberlegten Schönheit geprägt, in der Fragen und Zweifel sehr gut aufgehoben sind, weil sie betört, aber nicht bezwingt, und in aller Bescheidenheit versucht, dem Unsagbaren Ausdruck zu verleihen.»  Fixpoetry

«Vieles an den Texten erscheint wie bei einem Gelegenheitsgedicht, eine gewisse Leichtigkeit liegt darin, etwas Flirrendes. Und doch strahlen sie auch Souveränität aus; eine klare Stimmung und eine feine Gewichtung halten sie zusammen.»  Signaturen-Magazin

«Die Gedichte von Chappuis sind von grosser Schönheit. Was er in Worte fasst, ist eine Vielfalt von Licht und Schatten, von Luft und Wasser, von Glanz und Vergehen.»  P.S. Zeitung

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