Maddalena
Donata Berra

Maddalena

Gedichte Italienisch und Deutsch

Übersetzt von Christoph Ferber / Mit einem Nachwort von Pietro De Marchi

144 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Mai 2019
SFr. 38.–, 38.– €
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978-3-85791-873-5

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«Ein selten guter Band» St. Galler Tagblatt

Die Gedichte von Donata Berra erinnern uns daran, dass Poesie ursprünglich und über lange Zeit an Musik gebunden war. So prägen Klang und Rhythmus auch die hier versammelten Texte; sie fassen das Inhaltliche ein, tragen es und lassen die einzelnen poetischen Gebilde wie intime Kammermusik erklingen.

Diese Gebilde entzünden sich nicht selten an kleinen, vermeintlich unscheinbaren Betrachtungen, die sich in der Folge assoziativ und fast unmerklich weiten und so zu existenziell grundlegenden Bildern werden, zu Traumbildern der Abwesenheit, der Erwartung oder – im Anblick des Meeres – der Grenzenlosigkeit. Und wie beim Drehen eines Kristalls leuchten abwechselnd die unterschiedlichen Facetten auf und betören uns mit einem nie gänzlich zu erfassenden Glanz.

Christoph Ferber hat aus den vier bisherigen Gedichtbänden, insbesondere aus «A memoria di mare», eine Auswahl zusammengestellt, die uns die Autorin in ihrer Komplexität, aber auch in ihrer oft zerbrechlichen Schlichtheit nahebringen will. Ein paar bis anhin unveröffentlichte Gedichte ergänzen den Band.

Donata Berra

Donata Berra

Donata Berra, 1947 in Mailand geboren, studierte dort Literatur und Musikwissenschaft. 1975 zog sie nach Bern, wo sie an der Universität italienische Sprache und Literatur unterrichtete. Sie hat vier Gedichtbände publiziert und Werke von Stefan Zweig, Wolfgang Hildesheimer, Friedrich Dürrenmatt und Klaus Merz ins Italienische übersetzt.

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Christoph Ferber
© Yvonne Böhler

Christoph Ferber

Geboren 1954. Aufgewachsen in Sachseln, Obwalden. Studium der Slawistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Lausanne, Zürich und Venedig. Dort Promotion mit einer Arbeit zum russischen Symbolismus. Tätigkeit als freier Übersetzer. Wohnt auf Sizilien. 2014 Auszeichnung mit dem Spezialpreis Übersetzung des Schweizerischen Bundesamts für Kultur, 2016 den Paul Scheerbart-Preis.

Übersetzungen, fast ausschliesslich lyrischer Texte, aus dem Italienischen (Gaspara Stampa, Vincenzo Cardarelli, Eugenio Montale, Salvatore Quasimodo, Attilio Lolini, Giorgio Orelli, Giovanni Orelli, Pietro de Marchi, Remo Fasani, Aurelio Buletti, Francesco Chiesa, aus dem Russischen (Michail Lermontow, Fjodor Tjutschew, Sinaida Hippius, Fjodor Sologub, Wjatscheslaw Iwanow, David Samojlow), dem Französischen (Stéphane Mallarmé, Werner Renfer), dem Polnischen (Juliusz Slowacki) und Bulgarischen (Dimtscho Debeljanow).

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Pietro De Marchi

Pietro De Marchi, geboren 1958 in Seregno (Mailand), lebt seit 1984 in Zürich und lehrt dort italienische Literatur an der Universität. Er schreibt Gedichte und Kurzprosa. 1999  erschien der Gedichtband «Parabole smorzate e altri versi» mit einem Vorwort von Giorgio Orelli. Für seinen Band mit Gedichten und Prosastücken «Replica» erhielt er den Schillerpreis und eine kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich. «Das Orangenpapier / La carta delle arance» wurde mit dem Gottfried-Keller-Preis 2016 ausgezeichnet.

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Literarischer Monat, Juni 2019
St. Galler Tagblatt, 21. Juni 2019
Tessiner Zeitung, 5. Juli 2019
Neue Zürcher Zeitung, 12. Juli 2019


«Donata Berra lockt mit sinnlicher Sprache und köstlichem Wortwitz. Ein sehr schöner Band, in dem das lyrische Schaffen Donata Berras in seiner gedanklichen und klanglichen Fülle beispielhaft vorgestellt wird. Der Übersetzer Christoph Ferber hat eine Übersetzung geschaffen, die dem Original an Eleganz, an Witz und Gestaltungskraft in nichts nachsteht.»  Neue Zürcher Zeitung

«Donata Berra entwickelt einzigartige Sprachbilder.»  St. Galler Tagblatt

«Vordergründig wie auch hintergründig klingt an: Was die Dichterin sieht, verwandelt sie in Geist, es wird unter ihrer Hand zu Worten, zum Gedicht. Die Übersetzung von Christoph Ferber ist der klangvollen, verschlungenen Lyrik von Donata Berra in jeder Hinsicht angemessen. Er schöpft aus den italienischen Originalen deutsche Gedichte, die man mit Fug und Recht als eigenständige Kunstwerke bezeichnen kann.»  Literarischer Monat

«Ein schmales Werk, das es indessen in sich hat. Keine leicht konsumierbaren Gedichte begegnen uns in dem Band, kein lyrisches Fast Food, kein Zugeständnis an eine Postmoderne, in der alles erlaubt ist. Berras Gedichte sind schwierig, erfordern konzentrierte und wiederholte Lektüre und belohnen mit unerwarteten Kniffen und einer äusserst melodiösen Sprache.»  St. Galler Tagblatt

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