Anna Göldi – Hinrichtung und Rehabilitierung

Anna Göldi – Hinrichtung und Rehabilitierung

Mit Texten von Kathrin Utz Tremp

gebunden, etwa 20 Abbildungen und Fotos , 224 Seiten

vergriffen

Oktober 2013
SFr. 34.80, 34.80 €
ISBN 978-3-85791-714-1

Anna Göldi fand am 13. Juni 1782 in Glarus durch das Schwert des Scharfrichters den Tod. Zu einer Zeit, als die Menschen nicht mehr an Hexerei glaubten, warf ihr die Anklage vor, das Kind ihres früheren Dienstherrn, des Arztes und Richters Johann Jakob Tschudi, vergiftet zu haben. In seinem 2007 erschienenen Buch «Der Justizmord an Anna Göldi» veröffentlichte Walter Hauser neue Originaldokumente, namentlich Tagebuchaufzeichnungen des deutschen Publizisten Lehmann, der den letzten Hexenprozess als erster aufgerollt hatte. Zudem wies Jurist Hauser nach, dass ein Gericht das Todesurteil fällte, das dafür gar nicht zuständig war. Die Neuausgabe ist eine aktualisierte Version, erweitert durch Anna Göldis Rehabilitierung, die Hauser mit seinem ersten Göldi-Buch ausgelöst und der Glarner Landrat 2008 beschlossen hat. Es handelt sich weltweit um die erste 'Hexenrehabilitierung' durch ein Parlament. Damit setzte der Landrat ein wichtiges Zeichen im Ringen um Recht und Gerechtigkeit auch in der heutigen Zeit.

Walter Hauser
Bildrechte: Ursi Schnyder-Mahr
Walter Hauser (1957–2022), aufgewachsen im Kanton Glarus. Dr. iur., Ex-Kantonsrichter, langjähriger Redaktor u. a. bei der «Sonntagszeitung» und beim «Sonntagsblick». Gründer und Stiftungsratspräsident der Anna-Göldi-Stiftung, die sich gegen Justiz- und Behördenwillkür engagiert und 2017 das Anna Göldi Museum in Glarus eröffnete.

«Das Buch ist brandaktuell» Blick

«Als vor fünf Jahren in Glarus Anna Göldi rehabilitiert wurde, fand dies als «Hexenbegnadigung» auf der ganzen Welt Widerhall. Letzte Woche erschien die erweiterte Ausgabe von Walter Hausers Buch über Anna Göldi, in dem er im Anhang den mühsamen Weg bis zur Rehabilitierung beschreibt.» Tages-Anzeiger

«Hauser ist eine der treibenden Kräfte der «Wiedergutmachung». Nun legt er das inzwischen vergriffene Werk neu auf, erweitert um die Rehabilitierung. Die Neuauflage bietet eine Bestandesaufnahme dessen, was zum Fall Anna Göldi bekannt ist, und thematisiert, etwas mit Blick auf «zwangsversorgte Jugendliche», die Gefahr staatlicher Willkür.» NZZ

«Anna Göldi ist die erste offiziell rehabilitierte Hexe – davon handelt das Buch von Walter Hauser, jetzt aktualisiert wieder aufgelegt.» EMMA