Fallen Sie nicht. Fliegen Sie lieber
Erzählungen und Essays
Herausgegeben von Eric Bergkraut, Raphael Schweikert, Martin Zingg / Mit Texten von Katharina Hacker, Noemi Lerch, Adolf Muschg
gebunden mit Schutzumschlag, 1. Auflage, mit Beiträgen von Katharina Hacker, Noëmi Lerch und Adolf Muschg, 256 Seiten
Mai 2025Mit dem fulminanten Erzählband Erdnüsse. Totschlagen hat Ruth Schweikert 1994 die literarische Bühne betreten. Neben vier Romanen entstanden in der Folge auch viele Texte in unterschiedlichen Genres: Kolumnen, Vorträge, Erzählungen, Essays. Dieses Buch vereinigt Texte aus drei Jahrzehnten. Manche verstreut publiziert, andere bisher unveröffentlicht. Der Bogen reicht von einer fiktiven Selbstrezension des Erstlings und einem abgelehnten Text für eine SP-Wahlkampfzeitung über Essays zu Psychiatrie und Literatur oder zur Kunst des Verpackens bis hin zu einer atheistischen Predigt. Dazu kommen drei Texte von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern: Adolf Muschg, der frühere Lehrer an der ETH, Katharina Hacker, die Kollegin auf Augenhöhe, und die Schriftstellerin und Bäuerin Noëmi Lerch, Arbeitspartnerin auf der letzten Strecke.

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Ruth Schweikert (1964–2023) wurde in Lörrach geboren und ist in Aarau aufgewachsen. Nach ihrem Debüt «Erdnüsse. Totschlagen» veröffentlichte sie die Romane «Augen zu», «Ohio» und «Wie wir älter werden» und zuletzt 2019 die literarische Recherche «Tage wie Hunde». Ruth Schweikert war Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim, ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung oder dem Solothurner Literaturpreis.

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Eric Bergkraut, geboren 1957 in St-Maur bei Paris, ab 1961 aufgewachsen in Aarau. Zunächst Engagements als Schauspieler am Theater sowie für Film und Fernsehen. Später Autor von Reportagen, seit 1991 Filme als Regisseur und Produzent, u. a. mit Anna Politkowskaja, Ágota Kristóf, Peter Bichsel und Michail Chodorkowski. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Václav Havel Award für «Letter to Anna».
Pressestimmen
«Die hier versammelten Texte zeichnen das Bild einer Autorin, die in allen literarischen Formaten eine brüchige, aufgeraute Erzählweise gepflegt hat. Beim Entwerfen ihrer Texte hält sie gerne inne, nimmt neue Fährten auf und findet längst nicht immer auf die Spur des Anfangs zurück, mitunter verweigert sie auch den versöhnenden Schluss. Dazu hat Schweikert selbst einen Satz von Adorno zitiert: ‹Kunstwerke, die der Betrachtung und dem Gedanken ohne Rest aufgehen, sind keine.›» Beat Mazenauer, viceversa
«Dieses Buch ist die Sammlung unveröffentlichter Vorträge, Artikel, Auftragsarbeiten, es ist, man muss ständig Schweikert selbst zitieren: ‹Die Überlegenheit des Unheils über das Glück› – es gibt so viel zu entdecken und ein so gelöstes Bild der Autorin gegen Ende des Buches. Lesen Sie, halten Sie inne, und lassen wir es damit stehen: ‹Von dem, was abfällt, was übrig bleibt, was verschwindet und sich erübrigt.›» Nora Zukker, Tages-Anzeiger
«Die Schweizer Schriftstellerin Ruth Schweikert hat ein verzweigtes publizistisches Werk hinterlassen: Geschichten und Essays, Rezensionen und Reden. Auch in ihren Auftrags- und Gelegenheitsarbeiten zeigte sie sich als sprachkräftige, engagierte und temperamentvolle Autorin, wie diese von ihrem Partner Eric Bergkraut, ihrem Sohn Raphael Schweikert und dem Publizisten Martin Zingg herausgegebene Auswahl zeigt.» Manfred Papst, NZZ am Sonntag
«Das Buch zeigt, wie existentiell ernst Ruth Schweikert ihr Schreiben nahm, ihre literarische Bandbreite und dass viele ihrer Erzählungen Sog haben und abgründig sind.» Deutscher Bibliotheksdienst ekz
