Gesprungenes Glas
Das erzählerische Werk IV 1937–1938
Herausgegeben von Bernhard Echte, Manfred Papst / Mit einem Nachwort von Bernhard Echte
gebunden mit Schutzumschlag, 488 Seiten, als text- und seitenidentisches Taschenbuch beim Unionsverlag lieferbar // RESTEXEMPLARE aus dem Verlagsarchiv, bitte wenden Sie sich an den Verlag /
vergriffen
Januar 1993ISBN 978-3-85791-206-1Seine letzten beiden Lebensjahre bildeten für Glauser eine Zeit angespanntester Produktivität. Nach dem Erfolg des Wachtmeister Studer eröffneten sich ihm zahlreiche neue Publikationsmöglichkeiten, die genutzt sein wollten. So entstanden neben drei Kriminalromanen die grosse Autobiographie von Glausers Kindheit sowie mehr als zwei Dutzend Erzählungen und Feuilletons. Die Texte werden hier erstmal vollständig und in verlässlichem Wortlaut vorgelegt. Sie erweisen einmal mehr, welch aussergewöhnlich vielseitiger Autor Glauser war.
Doch damit nicht genug. In seinem Nachlass kam auch noch ein Konvolut zutage, das für jeden Glauser-Freund einen besonderen Fund darstellen wird. Es enthielt umfangreiche Fragmente zu drei weiteren Kriminalromanen, die in Ascona, Charleroi und Angeles spielen sollten. In ihnen kann man einen neuen Wachtmeister Studer kennenlernen: den Studer vor der vielzitierten «Bankenaffäre», welche ihm bei der Stadtpolizei Bern den Kopf kosten sollte.
Glausers plötzlicher, tragischer Tod verhindert indes, dass Studer seine neuen Fälle noch auflösen konnte. Es muss so dem kriminalistischen Sinn des Lesers überlassen bleiben, sich auszudenken, was der Hintergrund der Verbrechen gewesen sein mag. Glausers Notizen, die manches erahnen lassen, werden ihm jedenfalls im vorliegenden Band vollumfänglich zur Verfügung gestellt.

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Manfred Papst, geboren 1956 in Davos. Nach dem Studium der Sinologie, Germanistik, Kunstwissenschaft und Geschichte in Zürich arbeitete er als Lehrer, Korrektor, Übersetzer und Lektor und als Mitherausgeber der Prosa und der Briefe von Friedrich Glauser. Als Gründungsmitglied der «NZZ am Sonntag» war er viele Jahre deren Ressortleiter Kultur, danach fest angestellter Autor. Manfred Papst erhielt diverse Auszeichnungen, u. a. den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2015.
