Krawattenende
Die Geschichte des Createurs Alfred Bruder und seiner Cravatex AG 1954-1974
gebunden mit Schutzumschlag, 240 Seiten
April 20041954 gründet Alfred Bruder mit 5000 Franken eine Firma zur Herstellung von Krawattenstoff.
Martin Widmer liess sich von Bruder, der heute teils in Kanada, teils im Tessin lebt, seine Geschichte erzählen. Entstanden ist ein Porträt eines risikofreudigen Kleinunternehmers, der sich von ganz unten hochgearbeitet hat. Und erzählt wird die Geschichte dieses prominenten Stücks Stoff in einer turbulenten Phase.

Bildrechte: Limmat Verlag
Pressestimmen
«Mit grosser Neugierde erforscht, mit Lust und ausserordentlich gut geschrieben.» Schweizer Radio DRS 2
«Ein Juwel von einem Sachbuch.» Schweizer Radio DRS 2
«Ein unscheinbarer Titel, doch er verbirgt ein Juwel von Sachbuch. Aus einem Stoff, der auf den ersten Blick gar nicht dazu taugt, hat Widmer eine betörende historische Reportage geschrieben. Den Roman eines Abenteuers in der Textilbranche.» Der Bund
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Der Rollkragen würde wieder verschwinden, da war er sich sicher. Und auch die Konjunktur würde sich wieder erholen. Dass zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gleichzeitig in Europa, Japan und Amerika während zweier Jahre die Wirtschaft nicht mehr wuchs, beunruhigte die Bankiers. Das Wort «Rezession» machte die Runde, Bruder fürchtete sich jedoch nicht davor. Ein anderes Zeichen hingegen wusste er nicht zu deuten. Als er dieses Mal in Paris die Musterkoffer auspackte, fragte Monsieur Lafrage zuerst nach den Preisen. Bisher schaute sich der kultivierte, aus altem französischen Adel stammende Cravatier, immer zuerst die Ware an. Gewiss, der Schweizer Franken war hoch und verteuerte – auf künstliche Art – seine exklusiven Krawattenstoffe. Seit dem Ende der festen Wechselkurse war Bruder einem Spiel ausgeliefert, das er weder beeinflussen noch vorhersehen konnte. Doch der Preis war nur ein Faktor. Etwas Weiteres hatte sich verändert. Eine Strömung, die er spürte, aber nicht benennen konnte. Etwas Barbarisches.
