Drei wie wir

Drei wie wir

Roman

Übersetzt von Maria Hoffmann-Dartevelle

gebunden mit Schutzumschlag, 336 Seiten, Titel der Originalausgabe: Trois garçons, Editions Phébus, Paris 2026

noch nicht erschienen

ersch. 18. Februar 2027
ca. SFr. 34.–, 28.– €
ISBN 978-3-03926-120-8

1943 in Davos geboren, aufgewachsen in der Folklore der Nachkriegsschweiz, beginnen sich die drei Freunde Wolfgang, Fabio und Max der Lebenslügen ihres neutralen Landes bewusst zu werden. Aus unterschiedlichen Klassen stammend, erkennen sie mehr und mehr die Ungleichheiten und die Klassengewalt auch in ihrem «Kaff», wie sie es nennen.

Als Erwachsene mobilisiert sie der Vietnamkrieg, der Mai 68. Ihr Aufbegehren führt sie in die Militanz, sie rufen die freie Liebe aus, sehen sich mit dem Feminismus ihrer Freundinnen konfrontiert, wagen neue Modelle des Vaterseins, kämpfen dagegen, dass ihr kleines Land denen Unterschlupf gewährt, die eine ungerechte Wirtschaftsordnung schaffen. Und immer träumen die drei Aktivisten vom grossen Umbruch, dem sie zuarbeiten, oft im Untergrund.

Anhand der drei Freunde erzählt Daniel de Roulet von einer anderen Schweiz jenseits von Banken, Tradern und politischem Konsens. Ihr Kampf reicht von «68» bis zu den Jugendrevolten von heute, richtet sich gegen faule politische Kompromisse, die Banken der Diktatoren und bürgerliche Liebesbeziehungen.

Daniel de Roulet
Bildrechte: Ayşe Yavaş

Daniel de Roulet, geboren 1944, war Architekt und arbeitete als Informatiker in Genf. Seit 1997 Schriftsteller. Autor zahlreicher Romane, für die er in Frankreich mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wurde. Für sein Lebenswerk erhielt er 2019 den Grand Prix de Littérature der Kantone Bern und Jura (CiLi). Daniel de Roulet lebt in Genf.


Maria Hoffmann-Dartevelle
1957 in Bad Godesberg geboren, studierte Romanistik und Geschichte in Heidelberg und Paris. Seit Mitte der Achtzigerjahre u.a. als freiberufliche Übersetzerin tätig. Übersetzte neben Sach- und Kinderliteratur Romane, Essays, ein Hörspiel und Liedertexte französischer, Schweizer, spanischer und südamerikanischer Autoren, darunter René Crevel, Alberto Giacometti, Marcel Lévy, Joseph Bialot, Michel Quint, Tito Topin, Daniel de Roulet, Amélie Plume, Noëlle Revaz, Pascal Rebetez, Rafael Alberti, Manuel Altolaguirre, César Aira, Rubén Blades, Silvio Rodriguez, Fito Paez.

«Ohne Zweifel die erfreulichste Lektüre der Saison.» Pierre Assouline, Académie Goncourt