Hannes
Roman
gebunden, 1. Auflage, 288 Seiten
August 2015Hannes Monstein sitzt bei der städtischen Polizei und berichtet, dass er zu Hause zwei Tote vorgefunden hat: Franziska, seine Frau, und Paolo, seinen Stiefbruder. Er lebt sein gewohntes Leben weiter, aber in einem Schwebezustand, bis zu dem Tag, als er beim Anblick von Franziskas rotem Abendkleid, das an der Leine weht, zusammenbricht. Die Erinnerungen kommen hoch. Der kultivierte, empfindsame, nicht ganz gerade gewachsene Hannes wäre gerne Pianist geworden, ist aber aus Mutlosigkeit ins Geschäft seines Vaters eingestiegen. Als Mittdreissiger wird er zu seinem eigenen Erstaunen Ehemann der umschwärmten Franziska, die, ganz sein Gegenteil, schnell Auto fährt und gar gern mal aus der Kurve getragen würde. Kurz nach der Hochzeitsreise beginnt jedoch die Entfremdung, und Hannes muss mit ansehen, wie sich sein 'dunkler Engel' mehr und mehr zu seinem Stiefbruder Paolo hinbewegt. Die dunklen Seiten der Liebe reissen Hannes aus seinem scheuen Dasein in das verwirrende Labyrinth der Leidenschaft.

Bildrechte: Yvonne Böhler
Pressestimmen
Berner Zeitung, 31. Dezember 2015
kulturtipp, 7/16
Neue Zürcher Zeitung, 31. März 2016
P.S. Zeitung, 13. April 2017
«Eine packende, fein geschliffene Geschichte.» Berner Zeitung
«Peer gelingt es, unterschiedliche Spannungsbögen miteinander zu verbinden und die Abgründe des menschlichen Seins offenzulegen. Dem anspruchsvollen Roman sind viele Leser zu wünschen.» ekz.bibliotheksservice
«Das berührende Psychogramm einer unglücklichen Beziehung, wo Leidenschaft auf Verrat und egoistischen Genuss treffen und es nur Verlierer geben kann. Die feine, gepflegte Sprache und die differenzierten Beschreibungen des 2013 verstorbenen Bündner Schriftsteller machen den Roman zu einem nachhaltigen Leseerlebnis.» Sempacher Woche
«Oscar Peers letzter Roman ist atmosphärisch dicht, eindrücklich, düster, phänomenal.» Schule und Leben
«Im Roman ‹Hannes› skizziert Peer seinen Helden mit sicherem Strich, gestaltet ein markantes Selbstbildnis von einem mann, der sich selbst immer wieder im Weg steht.» kulturtipp
«Für gelungenen ‹suspense› sorgt das Porträt eines rätselhaften Charakters, der, wie es einleitend heisst, ‹ein bisschen schief in die Welt geraten› ist und es niemals schafft, sein Fremdheitsgefühl gegenüber den Mitmenschen zu überwinden. Das Motiv des körperlichen Handicaps setzt Peer überaus kunstvoll ein.» Neue Zürcher Zeitung
Entdecken
|
Zuerst wich mir Sonja aus, doch als wir eines Tages allein waren, fragte sie mich, ob es jetzt wirklich dabei bleiben werde. |
