Die Fieberkurve
Herausgegeben von Julian Schütt / Mit einem Nachwort von Julian Schütt
Leinen, 252 Seiten, als text- und seitenidentisches Taschenbuch beim Unionsverlag lieferbar
vergriffen
Januar 1995In der politisch wie kulturell eingemauerten Schweiz gibt es um 1935/36 wenig zu lachen, erst recht nicht für Glauser, den man hinter psychiatrischen Anstaltsmauern unter Verschluss hält. Und doch entsteht «Die Fieberkurve», als «humoristischer Kriminalroman» geplant, als «Verzweiflungstat» geschrieben, ein Werk von fröstelnder Heiterkeit.
Glauser schickt seinen Wachtmeister Studer in die Wüste. Studer ist aber nur ein schlichter Fahnder der Berner Kantonspolizei, der normalerweise in Dörfern ermittelt. Wie gelangt er plötzlich in einen marokkanischen Garnisonsposten der Fremdenlegion?
Studer erlebt ein Wechselbad der Fremdheitsgefühle. Chronisch unterwegs, taucht er in exotische Welten ein, stets der Gefahr ausgesetzt, sich darin zu verlieren. «Traumluft» wollte Glauser aufwirbeln. Studer träumt, wo er kann, auch am hellichten Tag, und vergisst mitunter, dass er einen Fall lösen muss. Er ist noch verletzlicher, noch depressiver, noch menschlicher als in anderen Studer-Romanen – seinem Autor ist er dann besonders nahe.

Bildrechte: Gotthard Schuh / Fotostiftung Schweiz
Pressestimmen
«Der Schweizer Autor – in diesem Roman ganz unschweizerisch – enttäuscht seine Fan-Gemeinde nicht, im Gegenteil; zu wünschen ist vielmehr, dass ihn mehr Leser entdecken! Fieberkurve ist ein sehr passender Titel für diesen vibrierenden Kriminalroman.» Südwestrundfunk
«Höhepunkt ist die Szene, wo Studer nach ausgiebigem Haschischgenuss an manchem zu zweifeln beginnt, was Schweizer Ordnung generell ausmacht.» SF 2
«An der ‹Fieberkurve› zeigt Julian Schütt auf, wie Glauser sich so flagrant wie in keinem anderen Roman selbst zitierte und variierte.» Tages-Anzeiger
«Sehr zu empfehlen.» SRF
