Der Staubwedel muss mit
Prosa
gebunden mit Schutzumschlag, 3. Auflage, 192 Seiten
November 2019Ein Altersheim, unzählige Einzelzimmer. Im Sessel vor dem Fenster träumt Herr Strub von seiner Zeit als Fremdenlegionär in Saida. Frau Zürcher legt sich nach dem Frühstück gleich wieder ins Bett, liest einen Kioskroman nach dem anderen und lebt von Liebe, Linzertörtchen und Lindenblütentee. Mit dem Leben längst abgeschlossen hat Frau Herger; zum Glück hat sie ihren Kummer. Womit sollte sie sich sonst den ganzen Tag beschäftigen? Frau Knobel sagt über sich selbst: Gearbeitet habe ich immer, meistens im Büro, verheiratet war ich nie, bin also immer noch zu haben. Und Sepp kann es nicht fassen, dass ihm dieses Weib vom Verein Frohes Alter zu seinem Neunzigsten keine Flasche Wein geschenkt hat. – Nur eines scheint gewiss: Widersprüche und Sehnsüchte, Heiterkeit und Trauer gehören zum Leben. Und erst mit dem Tod endet die Suche nach jener besseren Welt.
Heiterkeit, Trauer und Tiefsinn umgeben diese Miniaturen. Manchmal umfassen sie nur zwei, drei Zeilen. Aber immer leuchtet dazwischen das Unausgesprochene auf: die Widersprüche und Sehnsüchte, die jedes Leben ausmachen, die nie endende Suche nach Heimat.

Bildrechte: Paul Joos
Pressestimmen
«Christoph Schwyzer besitzt die Gabe, Menschen einfühlsam und treffend zu porträtieren.» Schweizer Buchhandel
«Bewundernswert, wie präzis Christoph Schwyzer die Nähe zu seinen Figuren mit literarischer Verspieltheit kombiniert und dabei die skurrile Tapferkeit seiner Figuren beschreibt.» Aargauer Zeitung
«Christoph Schwyzer ist mit seinen literarischen Miniaturen ein lebenskluges Buch mit Zartgefühl und melancholischem Humor gelungen – ohne bleierne Schwere, ohne je ins Klamaukige zu verfallen.» Luzerner Zeitung
«Schwyzers Blick ist präzise und er bringt seinem Gegenüber Wertschätzung entgegen, egal wie dieses handelt. So schwer gewisse Schicksale anmuten, der Autor lässt sich davon nicht erdrücken. Oft schmuggelt sich ein Funke Humor, Gelassenheit oder Heiterkeit zwischen seine Zeilen. Dieser Respekt, diese Hoffnung gehören zu Christoph Schwyzer und wie er die Welt wahrnimmt.» Willisauer Bote
«Mit sensiblen, poetischen Porträts zeichnet Christoph Schwyzer den Alltag und die Atmosphäre in einem Altersheim. In allen Facetten.» Entlebucher Anzeiger
