Der Chinese

Der Chinese

Herausgegeben von Rudolf Bussmann / Mit einem Nachwort von Rudolf Bussmann

Leinen, 276 Seiten, als text- und seitenidentisches Taschenbuch beim Unionsverlag lieferbar
// RESTEXEMPLARE aus dem Verlagsarchiv, bitte wenden Sie sich an den Verlag /

vergriffen

Februar 1996
SFr. 42.–, 26.– €
ISBN 978-3-85791-244-3

Pründisberg, das ist eine Armenanstalt, eine Dorfwirtschaft. Und Pründisberg, das sind zwei Tote. Die Taschentücher der Anna Hungerlott, die an Darmgrippe gestorben sein soll, weisen Arsenspuren auf. Der ‹Chinese› liegt mit einem Herzschuss im Novembernebel. Wachtmeister Studer beobachtet. Dass die Armenhäusler dünne Kohlsuppe löffeln, während der Armenvater erlesenen Wein trinkt, hat nichts mit den Morden zu tun, Oder doch? Die Armenanstalt enthüllt mehr und mehr Züge eines korrupten Herrschaftssystems. Im selbstgerechten Zirkel der Aufsichtskommission fühlen sich zwei Mörder sehr sicher ...


Schlagworte
Literatur
Friedrich Glauser
Bildrechte: Gotthard Schuh / Fotostiftung Schweiz
Friedrich Glauser, geboren 1896 in Wien als Sohn einer Österreicherin und eines Schweizers, führte ein rastloses Leben. Unzählige Orte und Stationen säumten seinen Weg, darunter Erziehungsheime, Gefängnisse und psychiatrische Kliniken. Friedrich Glauser lebte in Frankreich, Belgien und Italien, war lange Zeit morphiumsüchtig, verbrachte einige Jahre in der Fremdenlegion und nahm teil an der Dadaismus-Bewegung in Zürich. Er starb 1938 in Nervi bei Genua.

«Solche Details, für die der Leser, der sich von der atmosphärischen Dichte der Glauserschen Romane gefangennehmen lässt, dankbar ist, enthält die jetzt erschienen kritische Ausgabe im Schweizer Limmat Verlag. Mit dieser Edition nach sechzig Jahren hat der Verlag dem Landsmann ein liebevolles Denkmal gesetzt. ... Mit Wachtmeister Studer hat Glauser eine der grossen Detektivfiguren der Literaturgeschichte geschaffen, die weit über das erklärte Vorbild des Kommissar Maigret hinausweist.» Radio Bremen

«Glauser ist nicht glatt, nicht perfekt. Auch in ‹Der Chinese› wird nicht klar gemacht, wieso sich die Titelfigur eigentlich in jenes schweizerische Kaff begibt, von dem sie weiß, dass sie darin bald umgebracht werden wird. Dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch, es macht die Romane sogar noch drohender.» Deutschland Radio

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