Der Chinese
Herausgegeben von Rudolf Bussmann / Mit einem Nachwort von Rudolf Bussmann
Leinen, 276 Seiten, als text- und seitenidentisches Taschenbuch beim Unionsverlag lieferbar // RESTEXEMPLARE aus dem Verlagsarchiv, bitte wenden Sie sich an den Verlag /
vergriffen
Februar 1996Pründisberg, das ist eine Armenanstalt, eine Dorfwirtschaft. Und Pründisberg, das sind zwei Tote. Die Taschentücher der Anna Hungerlott, die an Darmgrippe gestorben sein soll, weisen Arsenspuren auf. Der ‹Chinese› liegt mit einem Herzschuss im Novembernebel. Wachtmeister Studer beobachtet. Dass die Armenhäusler dünne Kohlsuppe löffeln, während der Armenvater erlesenen Wein trinkt, hat nichts mit den Morden zu tun, Oder doch? Die Armenanstalt enthüllt mehr und mehr Züge eines korrupten Herrschaftssystems. Im selbstgerechten Zirkel der Aufsichtskommission fühlen sich zwei Mörder sehr sicher ...

Bildrechte: Gotthard Schuh / Fotostiftung Schweiz
Pressestimmen
«Solche Details, für die der Leser, der sich von der atmosphärischen Dichte der Glauserschen Romane gefangennehmen lässt, dankbar ist, enthält die jetzt erschienen kritische Ausgabe im Schweizer Limmat Verlag. Mit dieser Edition nach sechzig Jahren hat der Verlag dem Landsmann ein liebevolles Denkmal gesetzt. ... Mit Wachtmeister Studer hat Glauser eine der grossen Detektivfiguren der Literaturgeschichte geschaffen, die weit über das erklärte Vorbild des Kommissar Maigret hinausweist.» Radio Bremen
«Glauser ist nicht glatt, nicht perfekt. Auch in ‹Der Chinese› wird nicht klar gemacht, wieso sich die Titelfigur eigentlich in jenes schweizerische Kaff begibt, von dem sie weiß, dass sie darin bald umgebracht werden wird. Dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch, es macht die Romane sogar noch drohender.» Deutschland Radio
