Die Bührle Saga
Festschrift für einen Waffenindustriellen, der zum selbstlosen Kunstmäzen wurde
Broschur, 75 Fotos und Dokumente, 184 Seiten
September 2021Gewidmet dem Gründer der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon und Kunstmäzen Emil Georg Bührle, seinen Nachkommen in der dritten Generation sowie allen Neidern und Kulturpilgern.
Die Autorin und Autoren der Saga gingen mit der Erstausgabe im Jahr 1981 ein publizistisches Wagnis ein. Eine Neubeurteilung von Dölf Duttweiler und Res Strehle zeigt, dass die Saga noch heute ihre Berechtigung hat. Was, wenn Privatunternehmen und Topmanager von Krisen und Notlagen profitieren? Eine politisch brisante Frage nimmt immer wieder aktuelle Formen an. Der Fall Bührle bleibt in der Geschichte ein Archetyp.
Zum hundertjährigen Jubiläum des Oerlikoner Konzerns gab es keinen Anlass für Ovationen: Der einstige Riese war geschrumpft, in viele Teile zerlegt und hatte das Waffengeschäft anderen überlassen. Aber im Herbst dieses Jahres – die Firma wäre 115 geworden! – verlässt die Kunstsammlung Emil Georg Bührle ihre einsame Villa an der Zürcher Stadtgrenze, um mit ihren weltbekannten Werken in das museale Gebäude eines Stararchitekten einzuziehen. Die Festschrift bleibt ein Präsent mit geschichtlichem Tiefgang, elegant und mit feiner Ironie erzählt.
Rosa Lichtenstein (alias Isolde Schaad), geboren 1944 in Schaffhausen. Sie gehört zu den namhaften Schweizer Autorinnen der 68er-Generation. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet und für ihr literarisches und publizistisches Schaffen erhielt sie die Goldene Ehrenmedaille des Kantons Zürich. Die Künstlertochter ist bekannt für ihre kritische Gesellschaftsbetrachtung verbunden mit Scharfsinn, Humor und hohem sprachlichen Können.
Res Strehle, geboren 1951 in Zürich. Der ehemalige Chefredaktor des Tages-Anzeigers leitet heute das Qualitätsmonitoring der Tamedia.

