Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.
Ein Film von Richard Dindo nach dem Buch von Niklaus Meienberg
DVD, 1. Auflage
August 2013Richard Dindo und Niklaus Meienberg greifen in diesem 1976 uraufgeführten Dokumentarfilm das bis dahin tabuisierte Thema der im Zweiten Weltkrieg erschossenen Landesverräter auf. Die damals Beteiligten haben das Wort, die Brüder von Ernst S., seine Schlummermutter in St. Gallen, der Vormund und ein paar Dienstkameraden, die im November 1942 die Exekution durchführen mussten. Sie zeichnen das Leben eines «Verschupften» nach, eines apolitischen Lumpenproletariers, der für eine Spionageangelegenheit schwer zu büssen hatte.
«Getragen wird dieser Film von den Interviews mit Zeitzeugen, es sind ethnologische Meisterstudien über Intellektuelle, Arbeiter, Bauern, Richter, Henker und einen Sargmacher. Und in zwei Fällen gelingt es sogar, Verdrängung in Szene zu setzen.» Tages-Anzeiger-Magazin
Pressestimmen
«Als ‹Lackmusprobe› wurde Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. bei der Uraufführung 1976 bezeichnet. Heute gilt der Titel als Schlüsselwerk des neuen Schweizer Films und frühes Beispiel für oral history. Zeitzeugen haben im Film das Wort. Von rechtsbürgerlicher Seite wurde ein Kesseltreiben gegen Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. entfacht, das darin gipfelte, dass dem mehrfach international prämierten Werk eine eidgenössische Qualitätsprämie verweigert wurde.» NZZ am Sonntag
