Schöner wär's daheim
Fotopostkarten 1914/18 aus der Schweiz
Mit Texten von Jean Durrer, Käthi Robert-Durrer / Herausgegeben von Peter Pfrunder / Herausgeber Fotostiftung Schweiz
gebunden, 203 Fotos und Abbildungen, 192 Seiten
Juni 2014In der Schweiz haben sich die Jahre der Grenzbesetzung 1914 bis 1918 in einem speziellen Phänomen niedergeschlagen: den Fotopostkarten. Diese Karten waren nicht etwa industriell hergestellte Drucksachen, sondern originale Fotografien, häufig von Amateuren vor Ort gemacht und in Kleinstauflagen auf Fotopapier vergrössert: Einzel- und Gruppenporträts, Szenen aus der Küche oder im Lazarett, Männer in geselliger Runde und beim Zeitvertreib. Fotopostkarten wurden von den Soldaten 100 000-fach an die Lieben zu Hause verschickt. In ihrer vordergründigen Harmlosigkeit erscheinen sie wie ein kollektives Beruhigungsmittel. Die Bilder und die Grussbotschaften verraten aber auch, wie der Grosse Krieg tatsächlich wahrgenommen wurde, was die Menschen in ihrem Alltag beschäftigte und wie sie gegen ihre Ohnmacht ankämpften. Die Fotostiftung Schweiz hat in den letzten Jahren über 1000 Fotopostkarten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zusammengetragen – ein einzigartiger Bestand, der bisher noch nie ausgewertet wurde.

Bildrechte: Martin Stollenwerk
Pressestimmen
«Die Fotopostkarten rochen nach dem wahren Leben und erzählten eine kleine Geschichte. Sie machen gegenwärtig, wie die Schweiz durch schwierige Zeiten kam.» Schweizer Familie
«Hier noch mein Lieblingssatz (weil ich selber wohl gar nie auf einen solchen Gedanken gekommen wäre) in diesem wertvollen Dokument: ‹Vor allem aber lieferten die Fotorgrafien den Angehörigen zu Hause eine Art Garantie, dass der Schreibende noch immer derselbe war – trotz Uniformierung und Verlust der zivilien Identität.›» Across Cultures
