Vor der grossen Abfahrt / Avant le grand départ

Vor der grossen Abfahrt / Avant le grand départ

Gedichte Französisch und Deutsch

Übersetzt von Christoph Ferber / Mit einem Nachwort von Barbara Traber

gebunden mit Schutzumschlag, französisch, 168 Seiten

Februar 2024
SFr. 38.–, 38.– €
ISBN 978-3-03926-068-3
*Leseprobe

Auch nach dem Erscheinen seiner «Poésie complète» im Jahr 2000 hat Georges Haldas weiter Gedichte verfasst, in Notizbüchern festgehalten oder, fast vollständig erblindet, seiner Lebensgefährtin diktiert. Acht Jahre nach seinem Tod sind sie unter dem Titel «Poèmes du veilleur» (Gedichte des Wachenden) erschienen.

Es sind Gedichte, die sich mit dem Alter, dem Abschiednehmen und dem Tod auseinandersetzen. Der Rückblick auf ein reiches Leben verbindet sich mit dem Ausblick auf ein ungewisses Danach, das der Autor so lange wie möglich hinauszögern möchte. Manchmal beunruhigt, aber meist heiter, ist dieser Ausblick durchzogen von Erinnerungen, etwa an das lichtvolle Griechenland seiner Kindheit: kurze, eindrückliche Gedichte, meist in Sechssilbern abgefasst, die nun sein lyrisches Werk mit ihrer Kunst der Konzentration und Knappheit bei gleichzeitigem Bilderreichtum krönen.

Aus den rund dreihundert Gedichten hat Christoph Ferber die siebzig besten und einprägsamsten ausgewählt.

Georges Haldas
Bildrechte: Horst Tappe / Keystone
1917–2010, Sohn eines Griechen und einer Schweizerin, verlebte die ersten Jahre seiner Kindheit in Griechenland und kam mit neun Jahren in die Schweiz. Er studierte Literatur in Genf, arbeitete als Hauslehrer, Journalist und Buchhändler. Er übersetzte Anakreon, Catull und Umberto Saba ins Französische und publizierte zahlreiche eigene Werke – Gedichtbände, Essays, Notizbücher, Chroniken, Romane –, für die er vielfach ausgezeichnet wurde.
Christoph Ferber
Bildrechte: Yvonne Böhler
Geboren 1954. Aufgewachsen in Sachseln, Obwalden. Studium der Slawistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Lausanne, Zürich und Venedig. Dort Promotion mit einer Arbeit zum russischen Symbolismus. Tätigkeit als freier Übersetzer. Wohnt auf Sizilien. 2014 Auszeichnung mit dem Spezialpreis Übersetzung des Schweizerischen Bundesamts für Kultur, 2016 dem Paul Scheerbart-Preis.

Übersetzungen, fast ausschliesslich lyrischer Texte, aus dem Italienischen (Gaspara Stampa, Vincenzo Cardarelli, Eugenio Montale, Salvatore Quasimodo, Attilio Lolini, Giorgio Orelli, Giovanni Orelli, Pietro de Marchi, Remo Fasani, Aurelio Buletti, Francesco Chiesa, aus dem Russischen (Michail Lermontow, Fjodor Tjutschew, Sinaida Hippius, Fjodor Sologub, Wjatscheslaw Iwanow, David Samojlow), dem Französischen (Stéphane Mallarmé, Werner Renfer), dem Polnischen (Juliusz Slowacki) und Bulgarischen (Dimtscho Debeljanow).
Barbara Traber
Bildrechte: Markus Traber
Barbara Traber, geboren 1943 in Thun. Handelsdiplom, Auslandsaufenthalte in London, Lagos, Paris. Lebt in Worb BE als Autorin, Übersetzerin, Lektorin. Zahlreiche Veröffentlichungen, auch in Mundart.

«Georges Haldas ist ein Dichter von grosser Sensibilität und einer poetischen Einfühlungsgabe. Er beseelt die Natur und den Menschen.» Andreas Iten, seniorweb.ch

«Die Verse zeugen von einem Exerzitium des Sterbens, das die ganze Amplitude der Gefühle durchmisst.» Roman Bucheli, NZZ Feuilleton

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