Maddalena
Gedichte Italienisch und Deutsch
Übersetzt von Christoph Ferber / Mit einem Nachwort von Pietro De Marchi
gebunden, 1. Auflage, 146 Seiten
Mai 2019Die Gedichte von Donata Berra erinnern uns daran, dass Poesie ursprünglich und über lange Zeit an Musik gebunden war. So prägen Klang und Rhythmus auch die hier versammelten Texte; sie fassen das Inhaltliche ein, tragen es und lassen die einzelnen poetischen Gebilde wie intime Kammermusik erklingen.
Diese Gebilde entzünden sich nicht selten an kleinen, vermeintlich unscheinbaren Betrachtungen, die sich in der Folge assoziativ und fast unmerklich weiten und so zu existenziell grundlegenden Bildern werden, zu Traumbildern der Abwesenheit, der Erwartung oder – im Anblick des Meeres – der Grenzenlosigkeit. Und wie beim Drehen eines Kristalls leuchten abwechselnd die unterschiedlichen Facetten auf und betören uns mit einem nie gänzlich zu erfassenden Glanz.
Christoph Ferber hat aus den vier bisherigen Gedichtbänden, insbesondere aus «A memoria di mare», eine Auswahl zusammengestellt, die uns die Autorin in ihrer Komplexität, aber auch in ihrer oft zerbrechlichen Schlichtheit nahebringen will. Ein paar bis anhin unveröffentlichte Gedichte ergänzen den Band.

Bildrechte: Yvonne Böhler
Übersetzungen, fast ausschliesslich lyrischer Texte, aus dem Italienischen (Gaspara Stampa, Vincenzo Cardarelli, Eugenio Montale, Salvatore Quasimodo, Attilio Lolini, Giorgio Orelli, Giovanni Orelli, Pietro de Marchi, Remo Fasani, Aurelio Buletti, Francesco Chiesa, aus dem Russischen (Michail Lermontow, Fjodor Tjutschew, Sinaida Hippius, Fjodor Sologub, Wjatscheslaw Iwanow, David Samojlow), dem Französischen (Stéphane Mallarmé, Werner Renfer), dem Polnischen (Juliusz Slowacki) und Bulgarischen (Dimtscho Debeljanow).

Bildrechte: Alexander Jaquemet
Pressestimmen
«Donata Berra entwickelt einzigartige Sprachbilder.» St. Galler Tagblatt
«Vordergründig wie auch hintergründig klingt an: Was die Dichterin sieht, verwandelt sie in Geist, es wird unter ihrer Hand zu Worten, zum Gedicht. Die Übersetzung von Christoph Ferber ist der klangvollen, verschlungenen Lyrik von Donata Berra in jeder Hinsicht angemessen. Er schöpft aus den italienischen Originalen deutsche Gedichte, die man mit Fug und Recht als eigenständige Kunstwerke bezeichnen kann.» Literarischer Monat
«Ein schmales Werk, das es indessen in sich hat. Keine leicht konsumierbaren Gedichte begegnen uns in dem Band, kein lyrisches Fast Food, kein Zugeständnis an eine Postmoderne, in der alles erlaubt ist.» St. Galler Tagblatt
«Berras Gedichte sind schwierig, erfordern konzentrierte und wiederholte Lektüre und belohnen mit unerwarteten Volten und einer äusserst melodiösen Sprache.» WOZ
