Autonomie auf A4
Wie die Zürcher Jugendbewegung Zeichen setzte. Flugblätter 1979–82
Mit Texten von Roland Fischbacher, Robert Lzicar, Heinz Nigg
gebunden mit Fadenheftung, 1. Auflage, über 200 Abbildungen, 296 Seiten
Oktober 2017Schönste Bücher aus aller Welt
Mit einer für die Schweiz radikal neuen visuellen Sprache sorgten sie für Aufsehen: die Flugblätter während der Zürcher Jugendunruhen Anfang der 1980er Jahre. Viele Protestierende nutzten sie als individuelles Kommunikationsmittel, um ihre autoritäts- und konsumkritische Haltung zu transportieren. Die Flugblätter wurden zum zentralen Medium der Bewegung. Sie brachten das Lebensgefühl einer ganzen Generation zum Ausdruck – und schockierten etablierte Kräfte in Gesellschaft und Politik. Der Band vereint über 200 Flugblätter zu einer qualitativ wie quantitativ einmaligen Sammlung. Sie bietet Einblick in eine Zeit, die nicht nur an der Bruchstelle zum heutigen Zürich liegt, sondern aktuell bleibt, wird doch das Verhältnis zwischen Stadt und darin autonom agierenden Gruppierungen wieder intensiv verhandelt.
«Autonomie auf A4» präsentiert die Flugblätter in Originalgrösse und chronologischer Abfolge. Verknüpft werden sie mit einem parallel verlaufenden Text, der die wichtigsten Ereignisse zusammenfasst. Dazu integriert der Band Schilderungen von Zeitzeugen sowie Fachtexte aus soziologischer und grafischkommunikativer Perspektive.

Bildrechte: Limmat Verlag
Pressestimmen
«Die fröhlichen Unruhestifter geben ein tolles Buch ab: Originalformat, Schwarzweissdruck, sichtbar geheftet und krumm geschnitten.» Sonntagszeitung
«Wenn man von der Jugendbewegung der Achtzigerjahre etwas abschauen will, dann das: Ein bisschen mehr 'Subito!' einzufordern, kann nicht schaden. Und in 'Autonomie auf A4' zu blättern, erst recht nicht.» Zürcher Studierendenzeitung ZS
«Was diese Buchgestaltung besonders raffiniert übersetzt: die Komplexität eines simplem Flugblattes.» Stiftung Buchkunst
«Die Jugendbewegung bedeutete einen Wendepunkt. Dank ihr entwickelte sich Zürich, das viele als bieder und beengend wahrnahmen, hin zu einem weltoffenen Ort. Die ‹Flugis› dokumentieren dieses Kapitel Stadtgeschichte facettenreich.» Tagblatt der Stadt Zürich
