Hören in finsterer Nacht / Udire a notte buia
Sonette
Übersetzt und mit einem Nachwort von Christoph Ferber
gebunden mit Schutzumschlag, 1. Auflage, 88 Seiten
März 2016Als Francesco Chiesa 1971 seinen letzten Lyrikband – die 'Sonetti di San Silvestro' – veröffentlichte, war er hundert Jahre alt und im Tessin fast schon eine Legende geworden. Die jüngere Generation hatte sich längst von ihm abgewandt und ging eigene Wege. Aber deren literarisches Terrain hatte Chiesa zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereitet, durch sein unermüdliches Schaffen sowie die Hinwendung zu Italien. Seinen ersten Gedichtband hatte er 1897 veröffentlicht. Mit 'Calliope', einem dreiteiligen Poem aus 220 Sonetten, gelang ihm 1907 in Italien der Durchbruch. Die 'Sonetti di San Silvestro' stellen den Höhepunkt seines lyrischen Schaffens dar. In ihrer Zeitlosigkeit, ihrer 'Immobilität' haben diese Gedichte nichts von ihrem ursprünglichen Reiz eingebüsst. In ihnen spielt Chiesa liebevoll mit der Form des Sonetts, die es ihm dank überraschenden Lösungen zu erneuern gelingt. Christoph Ferber hat aus dem heute weitgehend vergessenen und nicht mehr greifbaren lyrischen Werk Chiesas dreissig Sonette ausgewählt und übersetzt. Längst ist es fällig, dass der viel geschmähte Autor wiederentdeckt und rehabilitiert wird.

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Übersetzungen, fast ausschliesslich lyrischer Texte, aus dem Italienischen (Gaspara Stampa, Vincenzo Cardarelli, Eugenio Montale, Salvatore Quasimodo, Attilio Lolini, Giorgio Orelli, Giovanni Orelli, Pietro de Marchi, Remo Fasani, Aurelio Buletti, Francesco Chiesa, aus dem Russischen (Michail Lermontow, Fjodor Tjutschew, Sinaida Hippius, Fjodor Sologub, Wjatscheslaw Iwanow, David Samojlow), dem Französischen (Stéphane Mallarmé, Werner Renfer), dem Polnischen (Juliusz Slowacki) und Bulgarischen (Dimtscho Debeljanow).
Pressestimmen
«Christoph Ferber hat aus dem heute weitgehend vergessenen und nicht mehr greifbaren lyrischen Werk Chiesas dreissig Sonette ausgewählt und übersetzt. Längst ist es fällig, dass der in Vergessenheit geratene Autor wiederentdeckt wird.» Literatur & Kunst
«Sinnfällig ist auch Ferbers Entscheidung, lediglich Sonette in seine exquisite Auswahl aufzunehmen. Damit verlangt er sich nicht nur übersetzerische Höchstleistungen ab. Er präsentiert Francesco Chieso gerade auch in jenen Teilen seines Werkes, die entscheidene Bindeglieder sind zwischen der literarischen Tradition, in der Chiesa stand, und der zeitgenössischen Moderne, die ihm nachfolgte. Es ist nicht auszuschliessen, dass Christoph Ferber mit diesem Auswahlband auch für die italienischsprachige Schweiz den Anstoss geben könnte zu einer Wiederentdeckung dieses fast vergessenen lyrischen Werks von Francesco Chiesa.» NZZ
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